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Swimmingpools in Österreich 2020

 

Zwanzig Prozent mehr Swimmingpools als im Vorjahr

Die Nachfrage nach Swimmingpools wächst in Österreich im heurigen Jahr um 22 Prozent gegenüber Vorjahr. Zuwächse gibt es vor allem bei den vergleichsweise preisgünstigen Bausatzbecken, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu Swimmingpools des Marktforschungsinstituts BRANCHENRADAR.com Marktanalyse.

[ÖSTERREICH | 28. Oktober 2020] Bereits im Mai gab es erste Meldungen über eine rege Nachfrage nach Swimmingpools, jetzt steht es schwarz auf weiß fest: Laut aktuellem BRANCHENRADAR Swimmingpools & Poolüberdachungen in Österreich 2020 werden im laufenden Jahr voraussichtlich um 22 Prozent mehr Swimmingpools verkauft als im Jahr davor. Insgesamt rechnen die Marktanalysten von BRANCHENRADAR.com Marktanalyse mit einem Absatz von knapp 12.400 Stück, vom großen Edelstahlbecken in Freibädern bis hin zum einfachen, neun Quadratmeter großen Bausatzbecken. Aufblasbare Schwimmbecken, Kinderplanschbecken und selbstaufstellende Luftringbecken sind in diesen Zahlen noch gar nicht berücksichtigt.

Der unerwartet steile Aufschwung ist im Wesentlichen auf die Ausgangsbeschränkungen und Schulschließungen während des Lockdown sowie die intensive Inanspruchnahme von Kurzarbeit und Homeoffice zurückzuführen. Zuwächse gibt es sowohl bei den hochpreisigen Einbaubecken wie auch bei den vergleichsweise preisgünstigen Bausatzbecken, wenngleich man von einem Boom nur bei Letzteren sprechen kann. Die Nachfrage nach Bausatzbecken erhöht sich im laufenden Jahr voraussichtlich um 26 Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt rund 10.600 Stück. Bausatzbecken werden vorrangig über Baumärkte abgesetzt und nur zu einem vergleichsweise geringen Anteil im Fachhandel. Deutlich flacher, wenngleich ebenfalls expansiv entwickelt sich das Geschäft mit Einbaubecken. Im Vergleich zu 2019 werden um sechs Prozent mehr verkauft, insgesamt rund 1.770 Stück. Inwieweit der Anstieg hier auf die Pandemie zurückzuführen ist, kann nicht eindeutig beantwortet werden, gab es doch bereits 2019 ein Absatzplus von drei Prozent, ganz ohne Corona. Im Gegensatz zu Bausatzbecken können Einbaubecken jedenfalls nicht spontan errichtet werden, da neben der Einholung einer Baubewilligung auch Bauarbeiten notwendig sind.

Alles in allem tendiert der Markt dadurch zu kleineren und weniger hochpreisigen Produkten, verstärkt durch den Umstand, dass im laufenden Jahr einzig der Privatkundenmarkt wächst, während die Nachfrage nach Pools zur gewerblichen Nutzung um sieben Prozent gegenüber Vorjahr schrumpft. Infolge steigt im laufenden Jahr der Marktumsatz von Herstellern und Importeuren mit Swimmingpools (ohne Errichtungskosten und technischem Equipment) „nur“ um elf Prozent gegenüber Vorjahr auf insgesamt 48 Millionen Euro.

 

Quelle: BRANCHENRADAR Swimmingpools & Poolüberdachungen in Österreich 2020