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Gewerbliche Drohnen in D-A-CH 2020

 

Deutschlands Drohnen-Markt boomt, Österreich und Schweiz hinken nach

Im Jahr 2019 wuchs die Nachfrage nach gewerblichen Drohnen in Deutschland doppelt so rasch wie in Österreich und der Schweiz. Besonders gefragt waren Drohnen mit einem Startgewicht bis maximal vier Kilo, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie zu gewerblichen Drohnen des Marktforschungsinstituts BRANCHENRADAR.com Marktanalyse.

[WIEN | 27. Juli 2020]  Der Markt für gewerbliche Drohnen, also Drohnen mit einem Eigengewicht von mindestens zwei Kilo, boomt. Laut aktuellem BRANCHENRADAR Gewerbliche Drohnen in D-A-CH 2020 erhöhte sich im Jahr 2019 die Anzahl der verkauften Drohnen in Deutschland um 18 Prozent, in der Schweiz um neun und in Österreich immerhin um sechs Prozent gegenüber Vorjahr. Insgesamt wurden von den Herstellern im D-A-CH-Raum 64.380 Stück verkauft, 95 Prozent davon in Deutschland. Die im Vergleich zu den südlichen Nachbarländern deutlich dynamischere Entwicklung in der Bundesrepublik resultierte im Wesentlichen aus den relativ liberalen rechtlichen Rahmenbedingungen hinsichtlich der Zulassung und des Betriebs von gewerblichen Drohnen. Zwar wurde Mitte des Vorjahres von der Europäischen Kommission ein unionsweites Regulativ auf den Weg gebracht, das im Sommer dieses Jahres bindend werden sollte, Corona hat den Zeitpunkt des Inkrafttretens jedoch auf unbestimmte Zeit verschoben. Zudem können die einzelnen Mitgliedstaaten mittels nationaler Anhänge eigene Akzente setzen.

Wenngleich also über die konkreten nationalen Ausformulierungen und den Zeitpunkt deren Gültigkeit noch vieles in Schwebe ist, hat die EU-Drohnenverordnung doch innerhalb des Marktes einiges ins Rutschen gebracht. Denn da die Verordnung bereits Drohnen mit einem Startgewicht von über vier Kilogramm in die schwerste Klasse C3 einordnet – in der die strengsten Vorschriften gelten –, wichen die Käufer bereits 2019 in erheblichem Ausmaß auf Gewichtsklassen mit geringerem Startgewicht aus. Folglich erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr die Nachfrage nach Drohnen mit einem Startgewicht zwischen zwei und vier Kilo um ein Viertel auf rund 42.300 Stück, während sich die höheren Gewichtsklassen mit einem Wachstum von sieben Prozent auf etwa 22.100 Stück begnügen mussten.

Auch die Prognose für das laufende und kommende Jahr ist alles in allem optimistisch; nicht zuletzt, weil die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie das Marktwachstum voraussichtlich eher stimulieren als bremsen. BRANCHENRADAR.com Marktanalyse rechnet im D-A-CH-Raum sowohl für 2020 als auch im Folgejahr mit einem Absatzplus von rund zwanzig Prozent gegenüber Vorjahr. Angeschoben wird der Markt voraussichtlich weiterhin von Deutschland. Österreich und die Schweiz hinken dem Markttrend weiterhin nach.

 

Quelle: BRANCHENRADAR Gewerbliche Drohnen in D-A-CH 2020