BRANCHENRADAR.com Marktanalyse GmbH

Branchenradar®

Chronologie der wirtschaftlichen Restriktionen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie im Jahr 2020

 

10. März
Erste Einreisebeschränkungen für Flugpassagiere, etwa aus Norditalien, Südkorea oder Iran; Verbot von Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen in Innenräumen und 500 Personen im Freien.

16./17. März
Inkrafttreten des ersten harten Lockdowns: Der Einzelhandel, das Gastgewerbe, sämtliche Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie Betriebe für persönliche Dienstleistungen werden behördlich ge-schlossen. Davon ausgenommen sind lediglich der Handel mit Waren des täglichen Bedarfs sowie Reparaturdienste, also etwa der Lebensmittelhandel, Apotheken, Drogeriemärkte oder Trafiken bzw. Kundencenter der Telekom-Betreiber oder KFZ-Werkstätten. Ferner werden im Tagesabstand die Universitäten, die Schulklassen der Oberstufen und danach alle restlichen Schulen und Kinderbetreuungsstätten geschlossen. Der Aufenthalt an öffentlichen Orten wird bis auf wenige Ausnahmen verboten. Zu den Ausnahmen zählen beispielsweise der Weg zur Arbeit, Einkäufe für die Grundversorgung oder sportliche Aktivitäten im Freien. Darüber hinaus werden Abstands- und Hygienevorgaben erlassen. Es wird nahegelegt „wo immer es möglich ist“ das Arbeiten ins Home Office zu verlagern. Einige Unternehmen fahren zwischenzeitlich die Produktion herunter, auf einigen Baustellen werden die Arbeiten eingestellt.

20. März
Die Ausgangsbeschränkungen werden auf Kuranstalten (Ausnahmen abgesehen), Rehabilitations-zentren und Sportplätze erweitert.

30. März
Das verpflichtende Tragen eines Mund- und Nasen-Schutzes (NMS-Masken) in Supermärkten und Apotheken wird gesetzlich normiert. Am 6. April wird das Tragen von NMS-Masken auf öffentliche Verkehrsmittel ausgedehnt.

14. April
Erste Lockerungen der Corona-Schutzmaßnahmen treten in Kraft: Geschäfte mit weniger als 401 Quadratmetern Verkaufsfläche sowie Baumärkte dürfen wieder öffnen. In allen Läden gilt NMS-Masken-Pflicht.

01. Mai
Öffnung des gesamten Einzelhandels sowie der persönlichen Dienstleistungen.

15. Mai
Öffnung der Gastronomie mit gesetzlich fixierter Sperrstunde um 23:00 Uhr.

18. Mai
Neun Wochen nach Schließung der Schulen kehren die Schüler an Volksschulen, AHS-Unterstufen, Neuen Mittelschulen (NMS) und Sonderschulen in ihre Klassen zurück. Im Juni kommen auch die Oberstufenschüler zurück.

29. Mai
Öffnung der Beherbergungsbetriebe und Freizeiteinrichtungen. Kulturveranstaltungen sind mit Auflagen wieder möglich.

15. Juni
Maskenpflicht wird auf öffentliche Verkehrsmittel, Einrichtungen des Gesundheitsbereichs und gewisse persönliche Dienstleistungen beschränkt. Sperrstunde in der Gastronomie wird auf 01:00 Uhr verlängert. Reisen ist zumindest innerhalb Europas wieder uneingeschränkt möglich.

25. Juli
Wegen der gestiegenen Covid-19-Infektionszahlen verschärft die Bundesregierung wieder die Präventionsmaßnahmen. Im Lebensmitteleinzelhandel, in Banken und der Post gilt erneut die Pflicht zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes.

August
Die Reiseregelungen werden wieder verschärft. Rückkehrer aus immer mehr Ländern müssen in Quarantäne oder einen negativen Test vorlegen.

4. September
Die „Corona-Ampel“ wird in Betrieb genommen.

14. September
Angesichts des wieder drastischen Anstiegs von Neuinfektionen nimmt die Bundesregierung die Bevölkerung wieder an die Kandare. Es gilt bundesweit eine verschärfte Maskenpflicht, die sich auf den gesamten Handel, die Gastronomie und jegliche Form des Kundenkontakts erstreckt. Private Veranstaltungen werden auf 50 Besucher bei Indoor-Events, im Freien auf 100 Zuschauer beschränkt.

21. September
Bei privaten Feiern und Veranstaltungen sind indoor nur noch zehn Personen erlaubt. In der Gastro-nomie kommt die MNS-Pflicht auch für Gäste. Konsumationen sind nur noch im Sitzen möglich.

25. September
Salzburg, Tirol und Vorarlberg legen die Sperrstunde wegen der steigenden Corona-Zahlen auf 22:00 Uhr vor.

3. November
„Lockdown light“ tritt in Kraft: Abermalige Schließung des Gastgewerbes. Möglich sind nur Speise-abholungen und Zustellungen zwischen 06:00 und 20:00 Uhr sowie die Beherbergung von Ge-schäftsreisenden. Zudem müssen nahezu alle Freizeit-, Sport- und Kultureinrichtungen inklusive Museen den Betrieb aussetzen. Ausgenommen von diesem Verbot sind lediglich Sportstätten im Freien, sofern es bei der Ausübung zu keinem Personenkontakt kommt (z.B. Golfplätze). Es gilt wieder eine Ausgangssperre zwischen 20:00 und 06:00 Uhr mit denselben Ausnahmen wie im Frühjahr.

17. November
Zweiter harter Lockdown: Der Einzelhandel sowie Betriebe für persönliche Dienstleistungen werden wieder weitgehend geschlossen, Ausnahmen gelten etwa für Apotheken, Lebensmittelgeschäfte, Banken oder Putzereien. Schulen stellen wieder auf distance-learning um; bei Bedarf können Kinder aber betreut werden (auch in Kitas). Die Ausgangsbeschränkungen gelten für den gesamten Tag, mit den bereits bekannten Ausnahmen.

7. Dezember
Die vorweihnachtlichen Lockerungsschritte treten in Kraft. Handel und körpernahe Dienstleister dürfen wieder öffnen, auch Museen und Galerien. Pflichtschulen und Kindergärten kehren in den Regelbetrieb zurück, ebenso Maturanten und Abschlussklassen der anderen Schultypen. Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen werden gelockert. Keine Öffnungsschritte gibt es etwa im Gastgewerbe, Weihnachtsmärkte werden untersagt.

26. Dezember
Der dritte harte Lockdown beginnt: Der Einzelhandel (ausgenommen Grundversorgung) sowie körpernahe Dienstleister müssen wieder schließen. Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen werden wieder verschärft. Die Maßnahmen des dritten harten Lockdowns gelten bis einschließlich 24. Jänner 2021.