BRANCHENRADAR „Gebäudereinigung in Österreich 2026“ Gebäudereinigung kommt nicht vom Fleck Im Jahr 2025 entwickelte sich der österreichische Markt für gewerbliche Gebäudereinigung – preisbereinigt – das zweite Jahr in Folge nur seitwärts, zeigen aktuelle Daten einer Marktstudie des Marktforschungsinstituts BRANCHENRADAR.com Marktanalyse. [ÖSTERREICH | 13. Februar 2026] Das Geschäft mit gewerblicher Gebäudereinigung läuft zäh. Im Jahr 2025 stagnierte die Anzahl der verrechneten Arbeitsstunden lediglich auf Vorjahresniveau. Dass der Umsatz dennoch im Jahresvergleich um 2,7 Prozent wuchs, war daher einzig dem steigenden Stundensatz geschuldet. Laut aktuellem BRANCHENRADAR Gebäudereinigung in Österreich erhöhte sich der Verrechnungssatz im Schnitt um drei Prozent gegenüber Vorjahr. Infolgedessen kletterten die Erlöse auf insgesamt knapp 1,93 Milliarden Euro (+2,7% geg. VJ). „Zuwächse gab es in der Unterhaltsreinigung, der Klinischen Reinigung und im Zimmerservice“, so Studienautor Andreas Kreutzer. „Einen signifikanten Umsatzrückgang erhoben wir in der Grundreinigung“. Mit der Technischen Reinigung wurde annähernd gleich viel umgesetzt wie im Jahr davor. Die Schwäche des Marktes ließ sich zudem in zwei Kundengruppen verorten. Sowohl im Handel als auch in der Industrie konnte kein Erlöswachstum erzielt werden, weil die Reinigungsleistung reduziert werden musste. Infolge der fehlenden Wachstumsimpulse nahmen die Verteilungskämpfe zwischen den Anbietern zu. Neben dem Preis erwies sich die Verfügbarkeit ausreichender Personalkapazitäten zunehmend als wettbewerbsentscheidend, sowohl quantitativ als auch qualitativ. Beim Personalstand ging es im Wesentlichen darum, die vergleichsweise hohe Personalfluktuation bei den Reinigungskräften zu kompensieren. Qualitativ musste vor allem die formale Ausbildung des Reinigungspersonals erhöht werden, zumal in immer mehr öffentlichen Ausschreibungen eine bestimmte Anzahl von „Reinigungsmeistern“ und „Desinfektoren“ vorgegeben wird. Dieses Qualitäts-Upgrade ist prinzipiell zu begrüßen. Allerdings fehlen jene Arbeitskräfte, die sich in den erwähnten Berufsbildern ausbilden lassen möchten. Infolgedessen wird die Lücke zwischen Bedarf und Angebot immer größer, weshalb die Reinigungsbranche auf eine bessere Abstimmung zwischen Ausschreibenden und Angebotslegern drängt. Handlungsbedarf sieht man insbesondere bei der Bundesbeschaffungsgesellschaft (BBG), die – dem Vernehmen nach – zwar nach Bestbieter ausschreibt aber nach Billigstbieter entscheidet. Wie zu hören ist, wollen deshalb einige Gemeinden, die zuletzt Reinigungsdienstleistungen über die BBG einkauften, in Zukunft wieder selbst ausschreiben. Für eine gewisse Entspannung im Wettbewerb könnte allerdings die in Überarbeitung befindliche Ö-Norm D 2050 sorgen. Der aktuelle Entwurf beinhaltet erstmals auch einen Abrechnungsmodus für autonome Reinigungsmaschinen, sog. Reinigungsroboter. Damit können auch in Ausschreibungen nach Ö-Norm Roboter eingesetzt werden. Wenngleich man sich in der Branche einig ist, dass hinsichtlich der Praxistauglichkeit der Roboter bei einigen der angebotenen Modellen noch Luft nach oben ist, erachtet man eine diesbezügliche „Technologieoffenheit“ als dringend notwendig. Zum einen, weil sich damit die „Spielregeln“ am Markt ändern könnten. Zum anderen, weil man sich von einer Teilautomatisierung der Gebäudereinigung – zumindest in geringem Ausmaß – eine Produktivitätssteigerung erhofft. Tabelle: Gebäudereinigung total in Österreich | Umsatz in Mio. Euro BRANCHENRADAR GEBÄUDEREINIGUNG IN ÖSTERREICH 2026 BRANCHENRADAR.com Marktanalyse GmbH, A-1070 Wien – Wimbergergasse 14-16 Tel: +43-1/470 65 10-11, Fax DW 15, Kontakt: Sabine Hengster, E-Mail: sh@branchenradar.com Die Berechnung wurde mit aller gebotenen Sorgfalt – aber ohne Gewähr – erstellt.