Evaluierung | Volkswirtschaftlicher Nutzen von EU-Förderungen am Beispiel Lutzmannsburg 2007 | Österreich
Herausforderung:
Wie stark hat die Region um Lutzmannsburg von den EU-Förderungen profitiert?
Der Status als Ziel 1-Gebiet der Europäischen Union hat dem Burgenland seit 1995 mehr als € 137 Mio. an Förderungen gebracht. Diese wurden u.a in der Region um Lutzmannsburg in zahlreiche touristische Projekte investiert, allen voran in die Sonnentherme Lutzmannsburg. Im Rahmen der von der EU vorgeschriebenen Projektevaluierung sollte der volkswirtschaftliche Nutzen der EU-Förderungen in der Region Lutzmannsburg/Frankenau ermittelt werden. Dabei sollten insbesondere nicht nur die Auswirkungen der Förderungen auf den regionalen Arbeitsmarkt und die Entwicklung der Kaufkraft der Region untersucht werden, sondern auch die Steuer- und Abgabenentwicklung um die Frage zu beantworten, in welchem Ausmaß investierte Fördermittel durch zusätzliche Steuern und Abgaben wieder in den Staatshaushalt zurückfließen. KREUTZER FISCHER & PARTNER ging in einer Ausschreibung als Bestbieter hervor und wurde von der EU-Regional-Förderstelle mit dem Projekt beauftragt.
Weg:
Aggregierte Verwendung der Unternehmensdaten verhindert Rückschlüsse auf einzelne Unternehmen
Als methodischen Ansatz für das gegenständliche Projekt wählten wir ein zweistufiges Verfahren. Einerseits wurden auf Basis von Daten aus der Sekundärstatistik, die sowohl auf Bezirks- als auch Kommunalebene vorliegen, die Effekte der Förderungen untersucht. Die Gegenrechnung erfolgte mittels Mikro-ökonomischen Ansatz, in dem die Performances der geförderten Betriebe vor und nach der Förderung analysiert wurden. In diesem Zusammenhang wurde nicht nur untersucht, welche zusätzliche Wertschöpfung in den geförderten Betrieben erzeugt werden konnte, sondern auch wie deren Lieferanten in der Region indirekt von der Förderung profitiert haben.
Ergebnis:
Förderung von Leitbetrieben zahlt sich aus
Die Evaluierung zeigt deutlich auf, dass die Förderung von Leitbetrieben bzw. Cluster-Konzepten der Förderung von Mikro-Unternehmen der Vorzug zu geben ist, da dort in Relation zur eingesetzten Förderungssumme insgesamt, also direkt und indirekt mehr Arbeitsplätze geschaffen werden können. Case Study | Copyright by KREUTZER FISCHER & PARTNER
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