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Evaluierung | Markteinführung Fertigprodukt 2007 | Österreich


Herausforderung:
Evaluierung der Akzeptanz von Fertigprodukt

Ein Nahrungsmittelhersteller plante den Einstieg ins Fertigprodukte-Segment. Um für den möglichen Markteinstieg eine Entscheidungsgrundlage zu haben, trat man an uns heran,  die Akzeptanz dieses geplanten Produktes hinsichtlich verschiedener Gesichtspunkte zu analysieren. Zum einen sollte die potentielle Nachfrage nach diesem Fertigprodukt evaluiert werden, zum anderen galt es auch die Frage zu klären, wie glaubwürdig der Nahrungsmittelproduzent in Bezug auf Fertigprodukte auf die Konsumenten wirkt.



Weg:
Focus Groups bringen rasche Ergebnisse

Die Evaluierung des Marktpotentials erfolgte mittels Fokus Groups. Dabei diskutieren mehrere Teilnehmer in Kleingruppen über eine Fragestellung unter der Leitung eines Moderators. Mittels Focus Groups lassen sich Einstellungen und Motivstrukturen leicht verstehen und sozial erwünschte Antworten weitgehend ausschließen. Zudem hat der Klient die direkte Beobachtungsmöglichkeit der Gruppen.

Unter der Leitung von Andreas Kreutzer wurden an zwei Tagen acht Fokus Groups mit jeweils sechs Teilnehmern abgehalten. Zielgruppe waren Personen zwischen 20 und 45 Jahre, im Geschlecht ausgewogen.
Vier Fokus Gruppen bestanden aus Teilnehmern, die das geplante Fertiggericht zur Zeit „home-made“ zubereiten. Die anderen vier Fokus Gruppen setzten sich aus Personen zusammen, die das Fertiggericht aufgrund der aufwendigen Zubereitung nicht selbst kochen.

KREUTZER FISCHER & PARTNER entwickelte einen Gesprächsleitfaden anhand dessen die Moderation der Focus Groups erfolgte. Die Focus Groups fanden in den Räumlichkeiten von KREUTZER FISCHER & PARTNER statt, die Moderation erfolgte durch Andreas Kreutzer, als Moderator geschult und erfahren. Auf Videoaufzeichnung bzw. Tonmitschnitt wurde verzichtet, um die Unbefangenheit der Teilnehmer zu gewährleisten. Die Gespräche wurden mit protokolliert. Die Dauer einer Fokus Gruppe war mit zwei Stunden angesetzt.

Uns interessierten vor allem folgende Fragen: Was zeichnet dieses Gericht aus? Was sind die Vorbehalte, das Gericht selbst zu kochen? Was vermuten die Konsumenten in der Verpackung? Stimmt das mit dem tatsächlichen Inhalt überein? Wie gut wird die Art der Zubereitung kommuniziert? Welche Informationen auf der Verpackung sind wichtig/welche nicht? Wie sind die Erwartungen an den Geschmack? Passt ein Fertiggericht zum Image des Nahrungsmittelherstellers?

Nach der Diskussion bekamen alle Teilnehmer Kochproben mit nach Hause um zwei unterschiedliche Varianten auszuprobieren. Sie wurden gebeten, alles mitzudokumentieren, was ihnen während der Zubereitung und beim Verkosten durch den Kopf geht. Sieben Tage später wurden die Fokus-Group Teilnehmer telefonisch kontaktiert und ihre Ergebnisse aufgenommen.

 



Ergebnis:
Hohe Erwartungen im Großen und Ganzen erfüllt

Das Gericht an und für sich erfreut sich großer Beliebtheit. Den Nicht-Selbst-Kochern steht der erhebliche Zeitaufwand im Weg. Die Erwartungen an das Fertiggericht waren groß, insbesondere was den tatsächlichen Zeitaufwand und Geschmack betraf. Bezüglich der Verpackung gab es einen klaren Favoriten. Der Produzent wurde auch im Fertigprodukte-Markt als glaubwürdig erachtet.
Nach der Zubereitung und Verkostung zu Hause gab es einige Kritikpunkte. Insbesondere was den tatsächlichen Zeitaufwand betraf, lag dieser doch um gut 10 Minuten über der angegebenen Zeit. Zwischen den zwei Geschmacksvarianten gab es keinen klaren Sieger, insgesamt fand das Produkt Anklang.
Nach einer geringen Überarbeitung seitens des Produzenten wurde das Produkt am Markt eingeführt. Case Study | Copyright by KREUTZER FISCHER & PARTNER



case study

Interesse an einer Case Studie: Tel.: +43.1.470.65.10, Mail: aw@kfp.at